Konzentrieren Sie sich mehr auf den Fuß Ihres Kindes als auf den Schuh

Welche Füße unsere Kinder haben, dafür sind nur wir verantwortlich.
Konzentrieren Sie sich mehr auf den Fuß Ihres Kindes als auf den Schuh

Das Thema der Kinderfüße und Schuhe höre ich immer öfter. Mein Artikel über Kinderschuhe hat zwar vielen Schuhverkäufern missfallen, aber auch vielen Menschen gefallen, die den derzeitigen Zustand der Kinderschuhe nicht gut finden und etwas machen wollen. Deshalb habe ich die Einladung von Radim Kocourek von ČOKA (Tschechische Schuh- und Lederassoziation) zur Internationalen Konferenz Pädiatrie und Physiotherapie in der Praxissehr gerne angenommen. Es gab Vorträge vorwiegend von Orthopäden und Physiotherapeuten. Und mit welchen Gedanken bin ich nach Hause gegangen?

Für den Zustand der Füße unserer Kinder sind wir selbst verantwortlich.

8 Grundsätze für gesunde Kinderfüße

  • Achten Sie während der Schwangerschaft auf Ihre Lebensweise.
  • Ziehen Sie den Kindern keine zu kleine Strampelhose oder Socken, oder Socken mit engem Gummiband an.
  • Stellen Sie Ihre Kinder nicht hin, bevor sie es von allein können und verwenden Sie keine Lauflernhilfe. Das gleiche gilt für das Sitzen. Setzen Sie Ihre Kinder nicht hin, bevor sie es selbst können. Versuchen Sie ihre natürliche Entwicklung nicht zu beschleunigen. Der Körper sagt ihnen, wann sie genug Stabilität haben, um stehen und laufen zu beginnen.
  • Lassen Sie Kinder im Freien barfuß laufen. Das ist das Beste, was man für ihre Füße tun kann. Wenn es nicht möglich ist, verwenden Sie zur Fußstimulation ein Balancekissen, planen Sie einen Ausflug auf dem Pfad für nackte Füße. Bauen Sie einen Hindernisparcours, den die Kinder barfuß umgehen oder übersteigen können. Dabei trainieren sie die Flexibilität des Fußgewölbes. Das ist wichtig, da das Fußgewölbe dazu dient, Stöße zu absorbieren. Wenn das es nicht flexibel ist, werden Stöße an die Knie und die Hüften weitergeleitet.
  • Denken Sie sich Affenstrecken aus, wo Ihre Kinder springen, balancieren oder klettern können oder verwenden Sie einen Halbball aus Schaum für Balanceübungen. 
  • Ziehen Sie die ersten Schuhe erst dann, wenn das Baby laufen kann. Damit sich Füße richtig entwickeln können, benötigen sie vor allem Bewegung und Stimulation.
  • Kaufen Sie nur neue Schuhe, in Geschäften, wo der Fuß gemessen wird. Der Schuh sollte ausreichend weit sein, d. h. die Zehen müssen sich bewegen können. Natürlich sollen die Schuhe auch nicht zu groß sein. Alles andere hängt davon ab, für welchen Zweck Sie Schuhe kaufen. 
  • Prüfen Sie regelmäßig die Schuhgröße. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass das Kind sagt, wo der Schuh drückt.

Und wieder sind wir bei Schuhen. Vielleicht erwarten Sie, dass ich konkrete Tipps schreibe, um sich auf dem Markt orientieren und „hochwertige“ Schuhe kaufen zu können. Aber das IST NICHT MÖGLICH. Das Wichtigste ist die Tatsache, dass Füße vor allem Bewegung und Stimulation brauchen. Es wird versucht Schuhe zu normieren, um sich als Kunde auf dem Markt besser orientieren zu können. Diese Normierung ist noch in der Testphase. Bei der Konferenz wurde nur die Giraffen-Zertifizierung erwähnt.

Barfuß ja, aber mit Vernunft

Für Füße ist es wichtig, dass ihnen der Schuh keine Bewegungsfreiheit wegnimmt. Wissen Sie, wer die gesündesten Füße hat? Kinder, die in Afrika über die Savanne barfuß laufen. Lassen Sie den Kindern deshalb die Natürlichkeit, die ihnen noch bleibt und ziehen Sie ihnen die Schuhe nur für einen unbedingt erforderlichen Zeitraum an.

  • Wo es geht,  auf weichem Untergrund wie Gras, laufen Sie barfuß, barfuß und noch mal barfußoder tragen Sie Barfußschuhe.
  • Bei Bewegung auf überwiegend hartem Untergrund wie Asphalt, Bürgersteig, Parkettboden usw., sollten Kinder Schuhe tragen. Dadurch vermeidet man, dass die Füßeeiner unangemessenen Belastung ausgesetzt werden. Versuchen Sie jedoch diese Zeit auf Minimum zu verkürzen. Wie? Lassen Sie Ihr Kind zum Beispiel auch in der Stadt über die wenigen grünen Flächen barfuß laufen. Für Kinder ist es natürlich Bürgersteige zu vermeiden. Und wir weisen sie zurecht: „Du machst dir die Schuhe schmutzig und kaputt“. Ich denke langsam, dass kaputte Schuhe ein Zeichen davon sind, dass ein Kind genügend Bewegung im Terrain hat.
  • Wenn Sie zu Hause Laminatboden haben, sollte man Kinder nicht zwingen ständig Hausschuhe zu tragen. Füße müssen stimuliert werden, erinnern Sie sich? Es genügt also zu Hause die oben erwähnten Hilfsmittel zu verwenden (Balancekissen, Halbbälle aus Schaum oder Unordnung im Kinderzimmer).

Es liegt in Ihren Händen

Natürlicher Bewegungsmangel, da liegt der Hund begraben. Setzen Sie sich dafür ein, dass Kinder in Ihrem Kindergarten Balancegeräte verwenden und draußen barfuß laufen.Achten Sie darauf, dass die Bewegung Ihrer Kinder mit der Schulpflicht nicht auf 2 Stunden Sportunterricht in der Woche reduziert wird, wie es seit 1869 der Fall ist. Alles geht voran, nur die Bewegung ist wie in den Zeiten von Franz Josef I.

Wenn wir die Bewegung unserer Füße nicht respektieren,
können sie auch keine Super Trouper Schuhe mehr retten.

Wie ich das gelöst habe

Meine Kinder gehen weder zum Kindergarten noch zur Schule. Ich möchte keine Energie und Zeit damit verschwenden, den Lehrerinnen zu erklären, was ich denke, was für die Füße meiner Kinder wichtig ist. Aus rein egoistischen Gründen gehen sie zur Waldschule und bewegen sich mehr oder weniger, wie sie es brauchen und wollen. Die Schuhauswahl ist nicht mehr so wichtig,weil ich verstanden habe, dass die Füße meiner Kinder genügend Bewegung haben und die Bedeutung der Schuhauswahl erst an zweiten Stelle steht. 

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Mgr. Martina Nakládalová, Physiotherapeut

Ich bin Physiotherapeutin mit Spezialisierung auf Beckenboden. Ich trainiere Frauen bei ihnen zu Hause oder in Workshops mit ihrem Beckenboden zu arbeiten, um leichter schwanger zu werden, für eine reibungslose Geburt und damit sie wieder schnell fit werden. Dazu verwende ich moderne Balance-Hilfsmittel. Man sagt über mich, das ich meine Arbeit wirklich gut mache.


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